Amazon Echo vs. Google Home – der ultimative Vergleich

Das Zeitalter der intelligenten Geräte und Smart-Homes ist angebrochen, und zwei der wichtigsten Technologien in diesem Bereich sind zweifellos die intelligenten Lautsprecher von Amazon und Google.Neben der Lautsprecherfunktion bieten Amazon Echo und Google Home nämlich eine ganze Reihe weiterer Funktionen so wie Spracherkennung, Anbindung zu anderen Smart-Home-Geräten und einem digitalen Assistenten, der dem Nutzer bei einer Reihe von Dingen helfen kann.

Genau wie in anderen Geschäftsbereichen kämpfen die beiden Internetgiganten mit ihren Geräten um die Vorherrschaft im Bereich der Smart-Homes. Doch kann sich ein Modell klar vom Konkurrenten abheben oder bieten beide im Prinzip dasselbe?Beide Geräte sind seit kurzem in Deutschland erhältlich und daher werden sich viele Menschen im Moment diese Fragen stellen. Wir haben die Lautsprecher genauer untersucht und präsentieren Ihnen heute den ultimativen Vergleich.

Funktion als Lautsprecher

Zuerst einmal wollen wir uns die Hauptfunktion der beiden Geräte ansehen, die natürlich ganz einfach die Verwendung als Lautsprecher für Musik, Hörbücher oder Filme darstellt.

Abspielen von Musik oder Sound von Filmen und Fernsehprogrammen

Zum Musikhören können beide Lautsprecher über Bluetooth mit Ihrem Smartphone, Laptop oder anderen Geräten verbunden werden. Alternativ können die Geräte aber auch Musik ohne Anbindung an Soundquellen abspielen und beide unterstützen gängige Musikdienste wie Pandora oder Spotify. Natürlich bieten beide auch eine exklusive Unterstützung der hauseigenen Dienste, was beim Echo Amazon Music und beim Home Google Play Music ist. Google hat hier außerdem den Vorteil, dass sie YouTube-Videos unterstützen, welche extrem populär für das Abspielen von Musik geworden sind. Der Vorteil geht hier also klar an den Google Home.

Für die Verwendung als externe Lautsprecher für Fernseher können beide spielend einfach mit dem jeweiligen TV-Gerät verbunden werden, solange dieses Bluetooth unterstützt. Hier wird also ein Unentschieden verzeichnet.

Stand: Google Home: 1, Amazon Echo: 0

Wie sieht es mit der Soundqualität aus?

Wir haben beide Geräte verglichen und müssen sagen, dass der Google Home insgesamt einen reicheren Sound mit satteren Bässen produziert. Der Amazon Echo kann zwar ein bisschen lauter gestellt werden, aber insgesamt geht auch diese Runde eindeutig an den Google Home.

Trotzdem muss hier übrigens gesagt werden, dass beide Geräte zwar für einzelne Bluetooth-Lautsprecher einen sehr guten Klang erzeugen, dieser aber nicht mit vollwertigen Soundsystemen mit einem Subwoofer und 2 oder mehr Speakern herankommen. Dazu fehlt bei einem Gerät mit Monosound einfach die räumliche Tiefe. Und auch der Bass hat keine Chance, mit einem größeren Subwoofer mitzuhalten. Um diese Probleme zu beheben können beide Geräte aber problemlos mit anderen Soundsystemen verbunden werden.

Stand: Google Home: 2, Amazon Echo: 0

Wie gut funktioniert die Spracherkennung?

Beide Geräte können über ein bestimmtes Kennwort zur Spracherkennung aktiviert werden. Beim Amazon Echo ist dies „Hey, Alexa“ oder einfach „Alexa“, während der Google Home mit „OK, Google“ oder „Hey, Google“ aktiviert wird. Die Spracherkennung funktioniert bei beiden Modellen ausgesprochen gut und bei normaler Lautstärke des Sprechers wird dieser bis auf eine Entfernung von 10 Metern perfekt erkannt. Auch hier müssen wir jedoch den Punkt an Google vergeben, da der Google Home im Test insgesamt bessere Resultate zeigt und der Amazon Echo ab und an noch kleine Schwierigkeiten hat, alle Wörter des Sprechers zu verstehen.

Stand: Google Home: 3, Amazon Echo: 0

Was bietet der virtuelle Assistent?

Bei beiden Geräten ist neben der Spracherkennung natürlich der eingebaute virtuelle Assistent der Star der Show. Schließlich gelten die Lautsprecher nur wegen dieser Funktion als „Smart-Geräte“ und werden von den meisten Nutzern auch nur aus diesem Grund gekauft.

Beim Amazon Echowird hierbei die virtuelle Assistentin mit dem Namen „Alexa“ eingesetzt, während Google auf dem weniger kreativ benannten„Assistant“ basiert. Beide werden über die jeweiligen Startwörter der Geräte aktiviert und können eine Vielzahl von Funktionen für den Nutzer ausführen.

So kann der Nutzer den Geräten zum Beispiel eine beliebige Frage stellen, die dann via Internetsuche innerhalb von wenigen Momenten beantwortet wird (sofern eine Antwort gefunden werden kann). Dies funktioniert super und der Google Assistent erweist sich hier auch als überaus clever, indem er sogar auf Folgefragen problemlos reagiert. So können Sie zum Beispiel nach dem Ergebnis des Spiels von Bayern München am Wochenende fragen, und dem Assistant daraufhin eine Folgefrage wie „Und gegen wenn spielen sie als nächstes?“ stellen und dazu eine Antwort erhalten. In Sachen Informationen aus dem Netz hat Google also erneut die Nase vorn.

Der Amazon Echo erweist sich dafür als ausgereifter, wenn es um Einkäufe über das Internet geht (was angesichts der Geschichte des Einkaufsriesen nicht wundern sollte). So reagiert der Echo auf eine weite Anzahl von einkaufsbezogenen Suchanfragen und gibt dem Nutzer hilfreiche Tipps und Angebote.

Weitere Funktionen der virtuellen Assistenten sind zum Beispiel das Bestellen von Essen über das Internet, das Vorlesen von Emails, Nachrichten- oder sonstigen Internetartikeln oder die Verwaltung des Terminkalenders. Beide Assistenten machen hier einen tollen Job und können für den Nutzer eine echte Erleichterung im Alltag darstellen. Es ist außerdem davon auszugehen, dass der Funktionsumfang beider Geräte durch zukünftige Updates noch erheblich erweitert wird.

Da beide Assistenten Vor- und Nachteile bieten wird diese Runde als Unentschieden gewertet.

Stand: Google Home: 3, Amazon Echo: 1

Wie sieht es mit der Anbindung an andere Smart-Geräte aus?

Neben dem eingebauten Assistenten ist die Anbietung an andere intelligente Geräte eines der Highlights der beiden Konkurrenten. Beide Geräte werden dabei über WLAN mit den restlichen Smart-Geräten verbunden und können diese damit per Sprachbefehl steuern. Damit stellen Sie die Kommandozentrale im (derzeitigen) Smart-Home dar. Im Laufe der Zukunft werden wohl Komplettsysteme in den meisten Haushalten installiert werden, aber im Moment ist dies die einfachste Lösung, um den Großteil der elektronischen Geräte zentral zu steuern.

Beide Modelle unterstützen intelligente Geräte von so ziemlich allen gängigen Elektronikherstellern, aber hier hat Amazon eindeutig die Nase vorn, da sie eine Reihe von Exklusivpartnern haben, die nur über den Amazon Echo gesteuert werden können. Dazu zählen zum Beispiel Geräte der MarkenHaiku, Leviton, DigitalStrom, Netatmo und vielen mehr.

Stand: Google Home: 3, Amazon Echo: 2

Gibt es andere Merkmale, die die beiden Geräte unterscheiden?

Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal der Konkurrenten ist zum Beispiel der WLAN-Empfang, der beim Echo ein kleines bisschen besser abschneidet als beim Home. So konnte der Echo im Test an manchen Stellen des Hauses ein Signal empfangen, an denen der Google Home scheiterte.

Dafür bietet das Gerät von Google eine bessere Unterstützung von mehrfachen Sprechern. Bis zu 6 verschiedene Stimmen werden hier automatisch erkannt und voneinander unterschieden. Beim Echo muss ein Nutzerwechsel manuell über einen Sprachbefehl erfolgen.

Auch hier haben wir also einen leichten Vorteil für den Google Home, da der leicht schlechtere WLAN-Empfang nicht so stark zu Buche schlägt wie die bessere Verwaltung mehrerer Personen in einem Haushalt.

Stand: Google Home: 4, Amazon Echo: 2

Fazit

Es dürfte wenig überraschen, dass der Google Home insgesamt als Sieger aus unserem Test hervorgeht. Das Gerät von Google bietet insgesamt einfach eine komplettere Nutzerfahrung und ist dazu auch noch ein gutes Stück günstiger in der Anschaffung. Der Amazon Echo ist dabei jedoch auf keinen Fall ein schlechtes Gerät, und es ist gut möglich, dass der Unterschied zwischen den beiden Modellen durch weitere Updates irgendwann ausgeglichen wird.

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